LIPÖDEM - BEHANDLUNG & THERAPIE

Erfahren Sie mehr über die Behandlung von Lipödem in Aacehn
Lipödem

Bei Lipödem-Patienten (der schmerzhaften und unproportionalen Zunahme des Unterhautfettgewebes) kann Dr. Jens aufgrund seiner langjährigen Erfahrung die Liposuctions-Behandlung ebenfalls anbieten.

Unterstützend zu einer Behandlung durch andere Ärzte (Phlebologie, Allgemeinmedizin) kann eine Fettabsaugung in den betroffenen Arealen regelmäßig zu einer deutlichen, häufig dauerhaften Beschwerdelinderung oder gar Beschwerdefreiheit führen. Die Verbesserung der ästhetischen Figur ist dabei natürlich selbstverständlich.

Bei der Lipödem-Fettabsaugung werden die Kanülen in bestimmter Linienführung zur Körperoberfläche eingesetzt, um so hier einen maximalen Erhalt der Lymphbahnstrukturen zu gewährleisten.

Kurzinformation Liposuktion bei Lipödem

Anästhesie bzw. Narkoseform:je nach Umfang:
- örtliche Betäubung
- angenehmer Dämmerschlaf
- Vollnarkose
Krankenhausaufenthalt:je nach Umfang ambulant oder stationär
Kosten / Preis Behandlung Lipödem- sehr variabel
- je nach Umfang der OP
- beginnend bei 2.500 EUR bis 6.000 EUR
"Top-Mediziner" FOCUS-Ärzteliste 2017Dr. med. Helge Jens ist seit dem Jahr 2017 in der Ärzteliste der FOCUS-Redaktion als „Top-Mediziner“ aufgeführt.
Finanzierung / RatenzahlungEine Finanzierung bzw. Ratenzahlung der Behandlungskosten ist bei entsprechender Bonität über unseren Finanzierungspartner möglich.

Grundsätzliche Informationen über Lipödem

Das Lipödem ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung. Sie wird durch eine Fettgewebsvermehrung und Fettgewebsverteilungsstörung vor allem an den Extremitäten gekennzeichnet. Überwiegend Frauen sind hiervon betroffen.

Die häufigsten Bereiche, an denen sie auftritt, sind Ober- und Unterschenkel sowie die Knieregionen oder die Oberarme.

Warum bzw. wie entsteht ein Lipödem?

Die genauen Entstehungsvorgänge der Erkrankung sind noch nicht komplett geklärt. Das Krankheitsbild ist in den Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Phleobologie ausführlich dargestellt und wissenschaftlich begründet. Vermutlich sind Hormone der Auslöser.

Fest steht:

Fast ausschließlich Frauen sind betroffen. Adipositas begünstigt die Problematik, ist aber nicht schuld an der Entstehung der Fettverteilungsstörung.

Die lapidare Annahme, Betroffene würden zu fettreich essen, ist falsch. Das Lipödem kann eine vererbte Erkrankung sein. Abmagerungskuren sind wirksam – allerdings nicht für die Lipödem-Hauptproblemzonen: Das Fett, das sich gerade an Ober- und Unterschenkeln sowie Oberarmen vermehrt, ist nicht das ‘normale Reservefett’, das der Körper bei zu hoher Energiezufuhr sammelt. Doch das Wissen nutzt Betroffenen wenig, sie haben nicht nur Schmerzen, sondern werden oft auch ausgegrenzt und leiden unter dem seelischen Druck.

Die ersten Anzeichnen

Zunächst treten am Anfang Spannungsgefühle in den Beinen auf, die im weiteren Verlauf zunehmend schmerzhaft werden. Gleichzeitig leiden Betroffene unter müden, erschöpften Beinen, insbesondere nach langem Stehen oder Sitzen.

Schmerzen und Schwellungen

Laut neuen Studienergebnissen leiden ca. 80 % der Befragten unter mäßigen bis starken Beschwerden aufgrund der Fettverteilungsstörungen, jede neunte Patientin klagt über sehr starke bis unerträgliche Schmerzen.

Häufig berichten Betroffene über schwere Beine. Bei Hitze nehmen die Beschwerden zu. Druck oder auch einfache Berührung, kann an den betroffenen Stellen Schmerzen auslösen. Meist bringt das Hochlegen der Beine keine Linderung.

Einige Patientinnen stellen eine Zyklusabhängigkeit hinsichtlich der Intensität ihrer Beschwerden fest.

Die Schmerzintensität eines Lipödems steht häufig nicht in Zusammenhang mit seiner optischen Ausprägung. Jüngere Patientinnen, mit nahezu schlanken Beinen berichten oft von starken Schmerzen.

Optische Veränderungen

Vielfach sind die Beine von der Fettverteilungsstörung betroffen. Je nach Stadium und Typ dehnen sich die Fetteinlagerungen von der Hüfte über die Oberschenkel bis hin zu den Knöcheln aus. An den Füßen sind keine Symptome zu erkennen, weshalb sich bei starker Ausprägung ein Fettkragen zeigen kann. Gelegentlich entwickelt sich ein Lipödem auch an den Armen.

An den Beinen zeigt sich, je nach Stadium, sehr oft Orangenhaut, manchmal auch Matratzenhaut. Damit ist eine grobe Hautoberfläche gemeint, die durch Knoten und große Dellen gekennzeichnet ist. Auch können Verhärtungen entstehen.

Welche Folgen hat das Krankheitsbild?

Das Krankheitsbild bewirkt zudem oftmals eine Ausgrenzung, da es oftmals fälschlicherweise auch mit Adipositas (Fettleibigkeit) in Zusammenhang gebracht wird. Grundsätzlich wird zwischen Lipödem und Lymphödem unterschieden. Diese Krankheitsbilder unterscheiden sich voneinander und haben unterschiedliche Therapieansätze.

Unterschied Lipödem und Lymphödem

Das Lipödem lässt sich in Ausprägungsstadien einteilen, manchmal bleibt es jahrelang nicht richtig diagnostiziert. Lipödeme entstehen durch zu viel Fettgewebe, welches sich vermutlich durch eine genetische, familiäre Vorbelastung oder auch durch hormonelle Faktoren vermehrt. Ein Lymphödem ist eine Störung der Funktion der Lymphbahnen, dies kann durch andere Erkrankungen, Operationen etc. hervorgerufen werden. Auch Erkrankungen der Blutgefäße wie z.B. Krampfadern können ähnliche Symptome eines Lipödems verursachen.

Psychische Belastungen

Ein Lipödem ist eine chronische Erkrankung, unter deren Symptome die betroffenen Patient*innen jeden Tag leiden. Dabei führen nicht nur die physischen Schmerzen zu einer extremen Belastung, ebenso leiden die Betroffenen unter psychischen Auswirkungen. Die Verformung des Körpers beschert ihnen oft abschätzige Blicke. Sie fühlen sich hilflos, ungehört und unverstanden. Viele haben zahlreiche erfolglose Diäten hinter sich. 

Eine erfolgreiche Therapie setzt einen optimal auf die Patient*in abgestimmten Behandlungsplan voraus.

Lipödem Symptome

Der Krankheitsbeginn bleibt zunächst meistens unerkannt, da er nicht plötzlich einsetzt. Die betroffenen Patienten bemerken eine Zunahme des Fettgewebes, kombiniert mit einer Schmerz- und Druckempfindlichkeit sowie erhöhter Neigung zu blauen Flecken (Hämatomen) vor allem an den Beinen.

Zudem tritt oftmals ein Missverhältnis der Körperproportionen auf. Bei normalem oder auch schlankem Oberkörper ist ein vergrößerter Unterkörper- und erhöhter Extremitätenumfang zu erkennen.

Dieses ästhetisches Befundbild erzeugt bei den Patientinnen oftmals neben der Schmerzsymptomatik einen sehr hohen Leidensdruck. Viele Patienten versuchen durch Sport, Diäten, aufwendige Prozeduren der Gewichtsreduktion, eine Verbesserung zu erzielen – häufig jedoch mit wenig oder gar keinem Einfluss auf das Krankheitsbild.

Welche Stadien gibt es bei einem Lipödem?

Grundsätzlich wird zwischen folgenden Stadien unterschieden:

Reiterhosen-, im Verlauf Suavenhosenbildung

Die Fettzellenvermehrung tritt vornehmlich an Ober- und Unterschenkeln, aber auch an den Armen auf (Hände und Füße sind nicht betroffen). Der Arzt erkennt Lipödeme zudem an der grobkörnigen Verhärtung des Unterhautfettgewebes

Ödemneigung im fortgeschrittenen Stadium

Wassereinlagerungen im Bereich der Unterschenkel bei längerem Stehen oder Sitzen. Insbesondere abends tritt ein dumpfes Schwellungsgefühl auf

Berührungsschmerz bzw. Druckempfindlichkeit

an den Oberschenkeln, schon bei leichtem Druck

Schwere, pralle Beine und Arme

Das Phänomen nimmt unter körperlicher Belastung und bei sportlicher Betätigung zu

Neigung zu Hämatomen

Blaue Flecken entstehen an den Beinen schneller als üblich

Behandlung Lipödem

konservative Therapie

Die richtige Behandlung eines Lipödems setzt sowohl auf eine konservative Strategie durch physikalische Entstauungstherapie, manuelle Lymphdrainage (zum Lipödem kann sich zusätzlich ein Lymphödem bilden), Tragen von Kompressionsstrümpfen etc. und auch eine Operation in Form einer Absaugung des Fettgewebes und somit einer Lipodekompression.

Viele Patienten können das Tragen von Kompressionsstrümpfe nicht lange tolerieren oder in ihren Berufsalltag integrieren. Außerdem verstärken Kompressionsstrümpfe mit hoher Kompressionsklasse (Klasse III) die Beschwerden in Form von Schmerzen, da das Gewebe druckempfindlich ist.

Die Erkrankung kann letztendlich nicht geheilt, sie kann aber an Ihrem Fortschreiten gehindert werden.

Operative Therapie

Wenn die konservative Therapie des Lipödems ausgeschöpft ist und die Symptome nicht weiter reduziert werden können, dann kann die Liposuktion die richtige Strategie sein. Im Allgemeinen handelt es sich um größere Volumina, die bei dieser Fettgewebserkrankung abgesaugt werden müssen, insbesondere dann, wenn es sich um fortgeschrittene Stadien handelt. Auch sollte ein Ausschluss anderer Ursachen der Umfangszunahme, wie Lymphödem oder Ödeme bei internistischen Erkrankungen, erfolgt sein.

Die Lipodekompression beinhaltet eine Liposuktion, also ein Absaugen des Fettgewebes. Dies ist die einzige effektive Maßnahme um den erhöhten Anteil des Fettgewebes einerseits zu verringern, den Umfang an den Extremitäten zu reduzieren und andererseits vor allem die Schmerzsymptomatik zu verringern.

Derartige Liposuktionen werden nur von wenigen Spezialisten angeboten. Wir haben viele Jahre Erfahrung mit solchen Eingriffen. Unser kompetentes Anästhesieteam gewährleistet eine schonende Narkose.

Durch die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten der DOMHOF-Klinik (Phlebologie, Allgemeinmedizin) können wir einen für Sie individuellen Behandlungsplant erstellen.

Prinzipiell erfolgt die Liposuktion beim Lipödem in gleicher Weise wie eine normale Fettabsaugung. Die abzusaugende Menge ist abhängig von den Beschwerden der Patienten und vom jeweiligen Stadium.

Wann macht beim Lipödem die Fettabsaugung Sinn?

Die Fettabsaugung bei Lipödem ist dann eine mögliche Behandlungsvariante, wenn die konservativen Möglichkeiten der Behandlung nicht zum gewünschten Erfolg führen.

Ebenso können oftmals Schmerzen, welche sich nicht mehr behandeln lassen, oft mittels Fettabsaugung reduziert werden.

Das ästhetische Missverhältnis der Körperproportionen und das damit verbundene seelische Leid der Patienten ist oftmals auch ein Grund für den Entschluss zur Durchführung einer Operation.

Insbesondere von der verminderten Schwellneigung und der Schmerzreduktion profitieren die Patienten von der Behandlung. Dadurch kann die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

Wodurch unterscheidet sich die Behandlung von einer „normalen“ Fettabsaugung bzw. Liposuktion?

Im Vergleich zu einer konventionellen Fettabsaugung gibt es bei der Liposuktion von Lipödemen einige Besonderheiten.

  • Beim Lipödem handelt es sich überwiegend um weiches Fettgewebe, welches sich absaugen lässt
  • Eine längere Schonungsphase im Vergleich zu einer Standard-Fettabsaugung ist einzukalkulieren
  • Auch macht eine längere Kompression mittels Miederware Sinn
  • Ggf. kann ein deutlicher Hautüberschuss nach der Behandlung entstehen (insbesondere, wenn große Mengen abgesaugt werden müssen). Eventuell könnte zusätzlich eine Straffungsoperation notwendig werden.
  • Eine stärkere postoperative Schwellungsneigung sollte insbesondere wegen der hohen Absaugmengen berücksichtigt werden.

Risiken und Komplikationen

Trotz allem sollten eventuelle Kontraindikationen (Risiken und Komplikationen) bedacht werden. Über diese informieren wir Sie im Rahmen Ihrer individuellen Untersuchung und Operationsaufklärung.

Durch das Ausmaß der Fettabsaugung beim Lipödem muss auch ein eventuell entstehender Hautüberschuss einkalkuliert werden. Beim Absaugen großer Mengen (und im fortgschrittenen Alter) muss man damit rechnen, dass je nach Hautqualität eine Schrumpfung nur noch im reduzierten Maße stattfindet, so dass eine zusätzliche Straffung eventuell erforderlich wird.

Kosten einer Operation

Bei der Berechnung der Kosten spielt es oftmals eine Rolle, in wie vielen Sitzungen die Operation geplant wird und wie umfangreich die Operation selbst ist. Generell kann man davon ausgehen, dass viele kleine Sitzungen deutlich teurer sind, als eine große Operation. Man kann ab EUR 2500,- bei kleinen Fettabsaugungen und mit bis zu EUR 6000,-.

In fast allen Fällen ist auch ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig bzw. sinnvoll. Die genauen Kosten für Ihre Behandlung können wir nach einer Untersuchung nennen.

Wie wird die Nachbehandlung der Fettabsaugung durchgeführt?

Die Nachbehandlung nach der Fettabsaugung hängt ab von der Befundausprägung vor der OP und von dem Ausmaß des Eingriffes. Sehr wichtig ist eine Kompressionsbehandlung über mehrere Wochen bis wenige Monate hinweg, da es sich häufig um enorme Reduktionsmengen handelt, mit entsprechender postoperativer Schwellneigung. Das sichtbar werden eines endgültigen Ergebnisses nach der Fettabsaugung kann mehrere Monate dauern.

Ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen für die Fettabsaugung beim Lipödem möglich?

Obwohl es sich bei dem Lipödem um eine Erkrankung handelt, übernehmen die Krankenkassen die Fettabsaugung überwiegend nicht. Es handelt sich also um eine Selbstzahlerleistung. Die konservativen Maßnahmen von manueller Lymphdrainage bis zur Kompressionsbehandlung werden durch die Krankenkassen übernommen und somit wird das Lipödem als Erkrankung anerkannt. Wenn Unsicherheit besteht fragen Sie bitte Ihre Krankenkasse.

Wie viel Auszeit muss ich mir nach operativen Therapie nehmen?

Das kann nicht pauschal beantwortet werden. Das hängt vom Ausmaß der Liposuktion ab. Auch individuelle Faktoren spielen eine Rolle. Das Schmerzempfinden ist sehr unterschiedlich, ebenso wie die Stabilisierung des Kreislaufes bei großen Absaugungen. Weiterhin spielen auch die bearbeiteten Zonen eine wichtige Rolle. Bei kleinen Eingriffen kann man ggf. bereits nach einer Woche wieder arbeitsfähig sein. Bei großen Liposuktionen von 4 und mehr Litern muss man sicherlich 1-2 Wochen einplanen, je nachdem welcher Tätigkeit man nachgeht.

Warum zu uns?

Wir nehmen uns Zeit für Sie und informieren Sie ausführlich über Behandlungsmethoden und mögliche Risiken.

Dr. med. Helge Jens - über 20 Jahre Erfahrung

Unser Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. med. Helge Jens besitzt über 20 Jahre Erfahrung. Mit seiner langjährigen medizinischen Erfahrung und einem hohen Maß an individueller Betreuung seiner Patienten wurde unser Plastischer Chirurg wiederholt als TOP-Chirurg von unterschiedlichsten Medien (z. B. FOCUS, Stern, etc.) ausgezeichnet.

Nutzen Sie unsere Sorgfalt und unser umfangreiches Wissen.